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Adjektive Dativ-Akkusativ Finale Nebensätze Futur I und Futur II Das Wort 'es' Der Genitiv Imperativ Indirekte Fragen Indirekte Rede Infinitivsätze mit zu Je ... desto Kausale Konnektoren - Kausale Präpositionen Komparativ Konditionale Nebensätze Konzessive Sätze Konjunktiv 2 'lassen' Modale Nebensätze Modalverben Modalverben im Präsens Negation nicht nur - sondern auch Nomen-Verb-Verbindungen Nominalisierung Partizipien Passiv Perfekt Präpositionen Personalpronomen und Possessivpronomen Relativsätze Satzbau sowohl - als auch Subjektive Modalverben Substantive Superlativ Temporale Konnektoren Trennbare und untrennbare Verben Verben mit Präpositionen war und hatte Wechselpräpositionen Zeiten der Vergangenheit Gesamtübungen
Das Perfekt wird mit einer Form von haben oder sein und dem Partizip II des Verbs gebildet.
- Zum Schutz ihrer Siedlungen haben die Menschen stabile Mauern gebaut.
- Anfangs sind viele Menschen vom Hochrad gefallen.
Das Partizip steht dabei am Ende des Satzes und die Form von haben oder sein besetzt die zweite Position im Satz.
Das Partizip II der regelmäßigen Verben wird mit der Vorsilbe ge-, dem Verbstamm und der Endung –t gebildet.
- bauen - gebaut
- machen - gemacht
Endet der Verbstamm schon auf ein –d oder –t oder -n, wird noch ein zusätzliches e eingefügt:
- antworten - geantwortet
- trocknen - getrocknet
- enden - geendet
Bei den trennbaren, regelmäßigen Verben wird das ge- zwischen Vorsilbe und Verbstamm eingefügt:
- einkaufen - eingekauft
- aufbauen - aufgebaut
Bei den regelmäßigen Verben mit festen Vorsilben entfällt das ge- und es wird nur das –t an den Verbstamm angehängt. Gleiches gilt für alle Verben auf –ieren:
- bezahlen - bezahlt
- entdecken - entdeckt
- fotografieren - fotografiert
- studieren - studiert
Bei den unregelmäßigen Verben wird die Vorsilbe ge- und die Endung –en angehängt. Außerdem gibt es hier häufig einen Vokalwechsel im Verbstamm. Daher müssen diese Formen gut gelernt werden:
- fahren - gefahren
- singen - gesungen
- beißen - gebissen
Das Perfekt wird mit dem Hilfsverb sein oder haben gebildet.
Folgende Verben bilden das Perfekt mit sein:
Verben der Ortsveränderung wie gehen, fahren, kommen, einsteigen, fliegen etc.
- Ich bin gestern nach Malaga geflogen.
- Er ist zu spät gekommen.
- Wir sind zweimal umgestiegen.
Verben der Zustandsänderung wie aufwachen, einschlafen, aufstehen, sterben, wachsen etc.
- Der berühmte Erfinder ist früh gestorben.
- Die Städte sind über ihre alten Grenzen hinaus gewachsen.
- Maria ist spät aufgestanden.
Die sechs Verben bleiben, gelingen, geschehen, passieren, sein, werden
- Wir sind zwei Wochen in England geblieben.
- Die Taschenuhr ist 500 Jahre alt geworden.
- Im Buchdruck sind viele Entwicklungen geschehen.
Alle anderen Verben bilden das Perfekt mit haben.
Das Präteritum gehört zur gleichen Zeitstufe der Vergangenheit wie das Perfekt. Der Unterschied der beiden Formen liegt im Gebrauch.
Das Perfekt wird im Deutschen hauptsächlich in der gesprochenen Sprache verwendet.
Das Präteritum hingegen findet sich eher in geschriebenen Texten wie etwa Zeitungsartikeln, Literatur, Märchen etc.
Auch in Nachrichten, im Fernsehen oder im Radio wird das Präteritum verwendet, um über Vergangenes zu berichten.
Eine Besonderheit bilden die Verben sein und haben, sowie alle Modalverben. Sie werden auch in der gesprochenen Sprache oft im Präteritum verwendet, da diese Formen wesentlich leichter zu bilden sind.
Das Präteritum der regelmäßigen / regulären Verben wird durch Anhängen der Präteritumendung an den Verbstamm gebildet. Typisch für die Endung ist das t:
ich |
lern |
-te |
ich lernte |
du |
lern |
-test |
du lerntest |
er/sie |
lern |
-te |
er/sie lernte |
wir |
lern |
-ten |
wir lernten |
ihr |
lern |
-tet |
ihr lerntet |
sie |
lern |
-ten |
sie lernten |
Bei allen Verben im Präteritum sind die 1. und 3. Person sowohl im Singular als auch im Plural identisch.
Bei Verben, deren Verbstamm auf t, d, m oder n endet, wird zusätzlich ein e vor der Präteritumendung eingefügt, damit die Aussprache der Wörter leichter geht.
- Er rechnete
- Ich arbeitete.
Bei den unregelmäßigen (irregulären) Verben müssen die entsprechenden Formen zusammen mit dem Partizip II gelernt werden. Es ergeben sich Änderungen im Stammvokal oder sogar im Wort selbst (sein – war).
Beispiele:
- gehen, ging, gegangen
- fliegen, flog, geflogen
- trinken, trank, getrunken
Das Plusquamperfekt eines Verbs wird mit der Vergangenheitsform von haben oder sein und dem Partizip des Verbs gebildet.
Dabei steht das Partizip in der Regel am Ende des Satzes.
Die Römer hatten den Limes errichtet.
Die Ritter waren schnell von der Burg zum Fluss geritten.
|
war + Partizip |
hatte + Partizip |
||
Ich |
war |
gegangen |
hatte |
gesucht |
Du |
warst |
gekommen |
hattest |
gekauft |
Er, Sie, Es |
war |
gefahren |
hatte |
gesagt |
Wir |
waren |
geblieben |
hatten |
getan |
Ihr |
wart |
gewesen |
hattet |
gegessen |
Sie |
waren |
gelaufen |
hatten |
gefragt |
Das Plusquamperfekt existiert nicht als selbständige Zeitform. Es wird bei Ereignissen verwendet, die schon abgeschlossen waren, bevor die Erzählzeit der Vergangenheit einsetzt.
Das Plusquamperfekt wird immer nur in Verbindung mit dem Perfekt oder Präteritum verwendet, um eine Vorzeitigkeit auszudrücken. Anzeichen für die Verwendung des Plusquamperfekts können Wörter wie vorher, bevor, nachdem oder sobald sein.
- Nachdem Max Planck drei Jahre in München studiert hatte, wechselte er nach Berlin.
- Die Erfindung des Buchdrucks war ein bedeutender Entwicklungsschritt. Vorher hatte man Schriften von Hand kopiert.
Die Konjunktion dann verbindet zwei Ereignisse, die hintereinander ablaufen. Dann steht immer bei dem Ereignis, das später stattfindet, und leitet einen Hauptsatz ein.
- Die ersten Burgen waren zumeist hölzerne Türme. Dann wurden sie durch steinerne Türme ersetzt.
Die zwei Hauptsätze, die mit dann verbunden werden, stehen in derselben Zeit. Der Satz mit dann darf nie vor dem anderen Hauptsatz stehen.
- Im 15. Jahrhundert ging die Epoche des Mittelalters zu Ende. Dann folgte die Periode der Neuzeit.
Um zwei Ereignisse in der Vergangenheit zu verbinden, kann man auch die Konjunktion nachdem verwenden. Nachdem steht immer bei dem Ereignis, das zuerst stattfindet.
- Marie Curie schloss das Lyzeum mit Auszeichnung ab. Dann begann sie an der Pariser Sorbonne ein Studium der Mathematik und Physik.
- Nachdem Marie Curie das Lyzeum mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, begann sie an der Pariser Sorbonne ein Studium der Mathematik und Physik.
Nachdem leitet einen Nebensatz ein. Das Verb steht im Nebensatz immer an letzter Stelle.
- Nachdem die Römer den Limes aufgegeben hatten, zogen sie sich aus Germanien zurück.
Der Nebensatz mit nachdem ist in der Regel vorzeitig. Daher steht bei Ereignissen in der Vergangenheit bei dem Nebensatz mit nachdem in der Regel das Plusquamperfekt.
- Nachdem die Römer den Limes aufgegeben hatten, zogen sie sich aus Germanien zurück.
Der Nebensatz mit nachdem kann auch hinter dem Hauptsatz stehen.
- Die Römer zogen sich aus Germanien zurück, nachdem sie den Limes aufgegeben hatten.
Ein Nebensatz mit nachdem kann in vielen Fällen in eine Präpositionalkonstruktion mit nach umgewandelt werden. Dabei ersetzt die Präposition nach die Konjunktion nachdem.
- Nach der Aufgabe des Limes verließen die Römer die Siedlungen.
- Nachdem die Römer den Limes aufgegeben hatten, verließen sie die Siedlungen.
In den meisten Fällen wird bei der Umwandlung aus dem Verb des Nebensatzes ein Nomen in der Präpositionalkonstruktion.
- Nachdem die Römer den Limes aufgegeben hatten, verließen sie die Siedlungen.
- Nach der Aufgabe des Limes verließen die Römer die Siedlungen.
Um zwei zeitlich hintereinander ablaufende Ereignisse oder Aktivitäten in der Vergangenheit zu verbinden, kann man auch die Konjunktion bevor verwenden.
- Zuerst stellte Karl Drais eine „Fahrmaschine“ mit vier Rädern vor. Dann entwickelte er eine zweirädrige Laufmaschine.
- Bevor Karl Drais eine zweirädrige Laufmaschine entwickelte, stellte er eine „Fahrmaschine“ mit vier Rädern vor.
Bevor steht immer bei dem Ereignis, das später stattfindet, und leitet einen Nebensatz ein. Das Verb steht im Nebensatz immer an letzter Stelle.
- Bevor Karl Drais eine zweirädrige Laufmaschine entwickelte, stellte er eine „Fahrmaschine“ mit vier Rädern vor.
Der Nebensatz mit bevor kann auch nach dem Hauptsatz stehen.
- Karl Drais stellte eine „Fahrmaschine“ mit vier Rädern vor, bevor er eine zweirädrige Laufmaschine entwickelte.
Ein Nebensatz mit bevor kann in vielen Fällen in eine Präpositionalkonstruktion mit vor umgewandelt werden. Dabei ersetzt die Präposition vor die Konjunktion bevor.
- Bevor sich die Römer aus Germanien zurückzogen, gaben sie den Limes auf.
- Vor dem Rückzug aus Germanien gaben die Römer den Limes auf.
In den meisten Fällen wird bei der Umwandlung aus dem Verb des Nebensatzes ein Nomen.
- Bevor sich die Römer aus Germanien zurückzogen, gaben sie den Limes auf.
- Vor dem Rückzug aus Germanien gaben die Römer den Limes auf.
Um zwei zeitlich hintereinander ablaufende Ereignisse oder Aktivitäten in der Vergangenheit zu verbinden, kann man auch die Konjunktion vorher (auch zuvor) verwenden.
Vorher steht immer bei dem Ereignis, das zuerst stattfindet, und leitet einen Hauptsatz ein. Das Verb steht im Hauptsatz immer an zweiter Stelle. Der Hauptsatz mit vorher muss jedoch immer hinter dem anderen Hauptsatz stehen.
- Marie Curie begann an der Pariser Sorbonne ein Studium der Mathematik und Physik. Vorher hatte sie das Lyzeum mit Auszeichnung abgeschlossen.
Der Hauptsatz mit vorher ist in der Regel vorzeitig. Daher steht bei Ereignissen in der Vergangenheit das Plusquamperfekt.
- Karl Drais entwickelte eine zweirädrige Laufmaschine. Vorher hatte er eine „Fahrmaschine“ mit vier Rädern vorgestellt.