Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.  OK  Weitere Informationen

Online-Übungen - Grammatikspiele - Online-Kurse - Grammatiktests - Links

Impressum

Grammatikübersicht - Zeitformen der Vergangenheit

Das Perfekt

Bildung des Perfekts


Das Perfekt eines Verbs wird mit der Form von haben oder sein und dem Partizip des Verbs gebildet.

Dabei steht das Partizip in der Regel am Ende des Satzes.


Ich habe noch nichts gegessen.

Er hat in der Stadt eingekauft.


Verben, die die Bewegung von einem Ort zu einem anderen ausdrücken, oder Verben, die die Veränderung eines Zustands bezeichnen, bilden das Perfekt mit sein.


Er ist zur Disco gefahren.

Er ist erst spät aufgewacht.

Sie ist schon früh aufgestanden.

Wir sind nach Argentinien geflogen.

 

sein + Partizip haben + Partizip
Ich bin gegangen habe gesucht
Du bist gekommen hast gekauft
Er, Sie, Es ist gefahren hat gesagt
Wir sind geblieben haben getan
Ihr seid gewesen habt gegessen
Sie sind gelaufen haben gefragt

 



Gebrauch des Perfekts


Das Perfekt drückt aus, dass Vorgänge, die zum Zeitpunkt des Erzählens vergangen und abgeschlossen sind, noch einen Bezug zur Gegenwart haben und mit ihren Ergebnissen und Folgen in die Gegenwart hineinwirken.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das Perfekt jedoch vor allem dann gebraucht, wenn etwas mündlich erzählt wird, als Erzähltempus der gesprochenen Sprache (vor allem in Süddeutschland)

 

 

Das Präteritum

Bildung des Präteritums


Das Präteritum eines regelmäßigen Verbs erhält man, indem man den Wortstamm bildet und dann die entsprechende Endung des Präteritums anhängt.

Er lebte viele Jahre in Japan.

Sie sagte kein einziges Wort.


Endet der Wortstamm eines regelmäßigen Verbs auf t, so steht zwischen Wortstamm und Endung ein 'e'.

Sie arbeitete auch am Wochenende.


Bei unregelmäßigen Verben ändert sich häufig der Vokal des Verbstamms.

Er kam erst spät an. (kommen)

Sie trank ein Mineralwasser. (trinken)

 

regelmäßige Verben unregelmäßige Verben
Ich wohn- te kam- -
Du wohn- test kam- st
Er, Sie, Es wohn- te kam- -
Wir wohn- ten kam- en
Ihr wohn- tet kam- t
Sie wohn- ten kam- en

 

Gebrauch des Präteritums


Das Präteritum drückt aus, dass Vorgänge zum Sprechzeitpunkt (Gegenwart) vergangen und abgeschlossen sind.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird es jedoch vor allem als Erzähltempus der geschriebenen Sprache verwendet. (Erzählungen, Berichte, geschichtliche Darstellungen, Meldungen in den Medien)



Das Plusquamperfekt

Bildung des Plusquamperfekts


Das Plusquamperfekt eines Verbs wird mit der Vergangenheitsform von haben oder sein und dem Partizip des Verbs gebildet.

Dabei steht das Partizip in der Regel am Ende des Satzes.


Ich hatte noch nichts gegessen.

Er hatte in der Stadt eingekauft.


Verben, die die Bewegung von einem Ort zu einem anderen ausdrücken, oder Verben, die die Veränderung eines Zustands bezeichnen, bilden das Plusquamperfekt mit der Vergangenheitsform von sein.


Er war zur Disco gefahren.

Er war erst spät aufgewacht.

Sie war schon früh aufgestanden.

Wir waren nach Argentinien geflogen.

 

war + Partizip hatte + Partizip
Ich war gegangen hatte gesucht
Du warst gekommen hattest gekauft
Er, Sie, Es war gefahren hatte gesagt
Wir waren geblieben hatten getan
Ihr wart gewesen hattet gegessen
Sie waren gelaufen hatten gefragt

 


Gebrauch des Plusquamperfekts


Das Plusquamperfekt existiert nicht als selbständige Zeitform. Es wird immer nur in Verbindung mit dem Perfekt oder Präteritum verwendet, um eine Vorzeitigkeit auszudrücken. Anzeichen für die Verwendung des Plusquamperfekts können Wörter wie vorher, bevor, nachdem oder sobald sein.


Um 10 Uhr ging Sven in die Stadt. Vorher hatte er lange gefrühstückt.

Nachdem er sich von seinem Freund verabschiedet hatte, ging er nach Hause.

 

 

Zeitformen der Vergangenheit